Kolumbien

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Cartagena

Wow, endlich sind wir in Südamerika. Nach unserer langen und anstrengenden Reise übers Meer sind wir nun endlich in Cartagena in Kolumbien angekommen. Der Papierkrieg dauert zwei Tage bis wir unser VW Bus endlich wieder haben. Darum bleiben wir für ein Paar Tage in der Stadt.

Die Altstadt von Cartagena ist voller Romantik mit ihren gepflasterten Gässchen, wunderschönen Balkonen, geschmückt mit bunten Blumen, mächtigen Kirchen und schönen Plazas. Umringt wird sie von einer imposanten Mauer, welche die Piraten des 16. Jh. Abschrecken sollte. In Cartagena gibt es viele Feinschmecker Restaurants wie zum Beispiel das Steakhouse Quebracho. Wir haben uns sogar zwei Mal dort den Bauch voll geschlagen. Für uns war es das absolute Städte Highlight in Kolumbien.

Castillo de San Felipe

Wir besuchen das eindrückliche Castillo de San Felipe. Es ist die grösste Festung die von den Spaniern in irgendeiner ihrer Kolonien errichtet wurde. Der Bau alleine dauerte 150 Jahre. Es ist beeindruckend wenn man durch das komplexe Tunnelsystem spaziert und sich dabei die Geschichte per Audioguide anhört. Tatsächlich war diese Festung von Kolumbien unangreifbar und sie wurde im Gegensatz zu Cartagena nie eingenommen.

Kinderbande Kolumbien

Unsere Reise geht Richtung Süden durch das Gebirge der Anden. Leider werden wir von einer kriminellen Kinderbande überrascht. Dies passiert als wir am Bahnübergang in einem abgelegenen Bergdorf warten müssen bis der Güterzug vorbeigefahren ist. Die Jungs schlagen mit Holzknüppeln auf unsere Reifen und Felgen ein und betteln danach noch um Geld. Für uns war es eine sehr unangenehme Situation, da man mit allem rechnen muss. Wir versuchten ruhig zu bleiben und die Jungs zu ignorieren, was letztendendes zum Glück funktioniert hat. Und hoffen das es die erste und letzte schlechte Erfahrung auf unserer Panamericana sein wird.

Leider haben wir noch einmal Pech und unser Navi führt uns plötzlich auf eine unglaublich schlechte Strasse über die Berge. Der Schlamm ist richtig tief und einige Passagen sind so steil, dass umkehren unmöglich wird. Wir bekommen langsam ein komisches Gefühl, als wir auf ummauerte und mit Stacheldraht gesicherte Grundstücke „in the middle of nowhere „ treffen. Der Friedensvertrag mit den FARC-Terroristen von Kolumbien ist leider nur für die Medien, denn in Wirklichkeit sind sie immer noch bewaffnet in gewissen Berggebieten von Kolumbien.

Die Militärler von Kolumbein an den Strassenrändern geben uns jeweils einen „Daumen hoch“ wenn wir uns in einem „sicheren“ Gebiet befinden. Kolumbien ist leider noch heute ein heisses Pflaster an gewissen Orten.

Chicamocha Canyon und Barichara

Auf einer malerischen Bergstrasse, welche sich durch imposante, karge Landschaften durch Kolumbien windet, kommen wir oben beim Canyon Chicamocha an. Wir finden den traumhaften Platz Cabana Campestre bei einer netten kolumbianischen Familie mit einer genialen Aussicht auf den Canyon. Am Nachmittag ist es sehr heiss, obwohl wir hoch in den Bergen sind. In der Nacht kühlt es auf erstaunliche 12 Grad runter. Wir schlafen wunderbar und werden am nächsten Morgen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt.

Chicamocha Canyon und Barichara

Heute machen wir einen Ausflug zu dem kleinen Städtchen Barichara. Mit seinen hervorragend renovierten, 300 Jahre alten Gebäuden und den stimmungsvollen, gepflasterten Strassen errinnert es an eine Filmkulisse. Die Sonne brennt stark vom Himmel herab und wir bekommen langsam Hunger und suchen uns ein kleines Restaurant ein wenig ausserhalb auf einer Finca. Wir fahren nochmals zurück zum selben Übernachtungsplatz, da es uns dort so gut gefallen hat und die Distanz nach Medellin ohne Zwischenstop zu weit ist. In der Nacht macht Jonas Aufnahmen von dem glitzernden Sternenhimmel – einfach Traumhaft schön.

Medellin und Guatapé

Weiter geht unsere Reise nach Medellin. Hier verbringen wir ein paar Tage mit Blog schreiben, faulenzen, erholen und geniessen es ein paar Tage Kamerafrei zu machen.
Weihnachten feiern wir mit einer Schweizer Familie, welche aus unserem Nachbardorf Buchs kommt.

Das Wetter ist die meisten Tage eher trüb und regnerisch und die Temperaturen liegen nur noch bei knapp 20 Grad. Wir geniessen es, wieder einmal lange Hosen und Schuhe anzuhiehen.

Guatape liegt ca. 80 km östlich von Medellin und ist bekannt für seine schöne Altstadt und den Stein El Penol de Guatapé. Wir wählen diesen Ausflug für Weihnachten und werden beschenkt mit grandiosem Wetter.

El Penol

Dieser Stein ist 200Meter hoch und wir kommen doch ein bisschen ins Atmen als wir nach den 649 Treppenstufen oben ankommen. Von der Spitze aus geniessen wir die herrliche Aussicht dieser einmaligen Landschaft. Das Tal wurde geflutet, mit dem Ziel einen Stausee zu erstellen, welche für die Produktion von Strom dient. Das Projekt ist geglückt und des Weiteren ist Guatapé dadurch auch ein bekannter Touristenort geworden.

Guatapé

Wir haben noch Zeit und schauen uns die farbenfrohe Kleinstadt an. Guatapé in Kolumbien ist bekannt für die kunstvoll geschmückten Fassaden und Fenster der bunt bemalten Häuser, welche in herrlichem, kolonialen Baustil erbaut worden sind.

Valle de Cocora

Am zweiten Weihnachtstag nutzen wir die Chance um auf den fast Autofreien Strassen weiter in den Süden von Kolumbien nach Salento zu fahren. Heute steht wandern im Valle de Cocora auf dem Tagesplan. Dieses Tal ist bekannt für die hier vorkommenden Wachspalmen welche bis zu 60m hoch werden. Sie ist die grösste Palme der Welt und zugleich der Nationalbaum Kolumbiens.

Wir wandern zuerst einem kleinen Bach entlang der eingebettet ist in saftig grünen Bergen und Hügel der Anden. Der Pfad führt zu einer abenteuerlichen Holzbrücke, welche wir natürlich austesten. Weiter geht es über Wiesengelände und Graslandschaften hoch in den Nebelwald. Die Aussicht ist absolut faszinierend, umgeben von den Baumriesen. Für uns ist dieser Ausflug Erholung pur. Es tut so gut sich ein wenig auszupowern bei angenehmen, eher kühlen Temperaturen. Und so eine Aussicht, hatten wir in der Schweiz noch nie beim wandern. =)

Kaffeefarm Salento

Wir übernachten zwei Mal etwas ausserhalb von Salento auf dem Gelände vom Hostal La Serrana. Wenige Kilometer vom Camping entfernt liegen mehrer Kaffefarmen. Natürlich lassen wir uns eine Kaffetour bei O'caso nicht entgehen. Obwohl wir vom Regen überrascht und überschüttet werden, suchen wir fleissig nach reifen Kaffeekirschen, damit wir den weiteren Prozess durchlaufen können. Es ist schon gewaltig wie aus diesen kleinen Kirschen so leckerer Kaffee gemacht werden kann.

Fahrt durch die Anden

Unsere Zeit in Kolumbien neigt sich dem Ende. Die letzten Kilometer winden sich durch enge Serpentinen durch die Anden. Leider sind wir nicht die einzigen auf der Strasse und müssen immer wieder sehr langsame Lastwagen überholen. Dies ist nicht ganz einfach auf diesen engen Strassen, sodass wir manchmal auch mit viel Geduld und nur 20 km/h vorankommen.

Kurz vor der Grenze in Las Lajas liegt eine katholische Basilika im Canyon des Rio Guaitara. Das Santuario befindet sich in der Schlucht und ist deshalb eine grosse Touristenattraktion. Wir werfen deshalb nur einen Blick von Weitem auf sie, denn unser Tagesziel ist die Grenze zu Equador und wir wollen möglichst früh beim Zoll sein.

5 Responses

  1. Christine Schenk
    | Antworten

    Liebe Andrea und Jonas, vielen Dank für Eure interressanten Bericht. Ist immer spannend was Ihr so erlebt. Und die Bilder sind wunderbar! Ich wünsche Euch weiterhin viel Spass auf Eurer Reise. Stay safe!

    Ganz liebe Grüsse und es guets Neus!!

    • admin
      | Antworten

      Liebe Christine
      Vielen Dank für deine Komplimente. Es ist und bleibt spannend bei uns und wir werden euch sicher auf dem Laufenden halten.
      Liebe Grüsse aus Peru

  2. Pete UK
    | Antworten

    This is fantastic… I admire what you guys are doing. Such fun!
    Can I bring my California with you in the next trip?

    • admin
      | Antworten

      Hey Pete
      Thanks for your compliment. We really appreciate that you enjoy „traveling“ with us so much.
      Have fun an be prepared for the following blogs.
      Cheers Jonas and Andrea

  3. Sonny Flores
    | Antworten

    Once again amazing pictures! Looks like all is going very well for he both of you. Sure wish VW would sell the California van here in Washington.

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