Yukon und Alaska

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Hyder

Im südlichsten Teil Alaskas befindet sich die kleine Siedlung Hyder mit ca. 100 Einwohnern. Begrüsst wird man mit dem Banner: „ Welcome to the friendliest ghost town in Alaska.“ Überall stehen die typischen Holzhäuser im Wildweststil, die meisten von ihnen unbewohnt, vernagelte Fenster, windschiefe Veranden, abgeblätterte Farbe und verwitterte Inschriften wie auch „ for sale.“ J Der Salmon Glacier, einer der größten Gletscher Kanadas von 12km Länge liegt genau oberhalb von Hyder. Leider sind die Wolken so tief und der Regen hört nicht auf, sodass wir den Gletscher nicht sehen können. Umso interessanter ist dafür der berühmte Fish Creek. Hier schwimmen im Sommer tausende von Lachsen über den Portland Canal zum Laichen den Fluss hinauf. Es gibt eine hölzerne Aussichtsplattform, um die Lachse und im Glücksfall auch Bären beim Lachsfang zu beobachten. Um 6.00Uhr morgens öffnet die Plattform. Wir sind extra früh aufgestanden und es hat sich gelohnt. Um 6.05 Uhr kommt ein Bär den Fluss hochgestapft. Wir verfolgen ihn mehrere Meter. Er schnappt nach den Lachsen, frisst zwischendurch wieder einige Beeren von den Sträuchern und stapft weiter. Er wollte wahrscheinlich nur ein wenig mit den Lachsen spielen. Trotzdem war es für uns ein unbeschreibliches Erlebnis den Bären so nahe im Wasser zu sehen. Die Lachse haben uns auch beeindruckt mit ihrer Körperlänge bis zu 80cm. Es hatte so viele, man konnte sie nicht zählen.

Dawson City und Chicken

Nun sind wir richtig in Alaska, in der Hauptstadt Anchorage. Wir fahren weiter zur Kenai Halbinsel welche bekannt ist für ihre abwechslungsreichen Landschaften Berge, Gletscher, Seen, Flüsse und Strände. Wir fahren bis nach Seward und hoffen auf besseres Wetter, denn alles ist grau und es regnet in Strömen. Im Restaurant direkt am Hafen essen wir den besten Lachs den wir je gegessen haben. Doch der Wetterbericht sagt 10 Tage Regen voraus. So verabschieden wir uns von der Halbinsel und fahren in den Norden nach Chicken. Das kleine Dorf mit heute noch 50 Einwohnern war seit 1886 eine Goldgräberstätte. Noch heute sieht man den Goldbagger (gold dredge) und den alten Saloon. Auf dem Top oft he World Highway geht es wieder zurück nach Kanada. Der Highway führt über Bergkämme mit Blick auf die Täler und den mächtigen Yukon River. Eine wunderschöne Strasse (Aussicht und gut geteert 🙂 . Am Ende kommen wir nach Dawson City. Es ist gerade mal 118 Jahre her, da war Dawson City in aller Munde – nämlich als das Zentrum des Klondike Goldrausches. Damals lebten 30'000 Goldgräber in der Stadt, heute sind es noch 2'000 Einwohner, die den Geist des Nordens lebendig halten. Goldschürfen ist noch heute eine der Haupteinnahmequellen der kleinen Stadt. Zu einer echten Goldgräberstadt gehören auch Spielcasinos. Wir verbringen den Abend im Diamond Tooth Gerties und fühlen uns in der Zeit zurückversetzt während wir die Show der CanCan Tänzerinnen betrachten.

Dempster Highway

Der Dempster Highway ist eine der schönsten Wildnisstrassen der Welt. Er ist die Verbindung von Dawson City nach Inuvik ganz im Norden. Nach wenigen Kilometern auf dieser Schotterpiste kommen wir in den wunderschönen Tombstone Nationalpark. Wir machen eine Wanderung dem Grizzly Creek entlang und geniessen die atemberaubende Bergwelt. Das Tal entlang dem North Klondike River erstrahlt in farbigem Abendlicht. Nachts um 2 Uhr sahen wir im Westen die letzten Strahlen der Sonne und gleichzeitig im Osten den hellen Vollmond. Gerade hinter unserem VW Bus entdecken wir das Spektakel der Nordlichter. Was für ein Erlebnis.

9 Responses

  1. Angela Maurizi
    | Antworten

    Hoi ier zwei 🙂
    Eifach toll euri fotena :-)) Ganz liabi Grüess us Grabs.

  2. Huesch
    | Antworten

    Wow!! So genial! Meine Stimmung schwankt beim Lesen eurer Reiseberichte jeweils zwischen kindlichem Erstaunen, atemloser Bewunderung und grosser Freude. Und zwischendurch gespickt mit einer Prise blanken Neids 😉 Es freut mich riesig, dass es euch gut geht und dass ich euer Abenteuer so ein wenig mitverfolgen kann. Herzlichen Dank! Lg Hüsch

    PS: Die Fotos sind ja schon im Allgemeinen ziemlich schön, aber zwischendurch hat es wirklich einige unglaubliche, atemberaubende Perlen. <3

  3. Ronald Kilmer
    | Antworten

    Hallo ihr Zwei!
    Wir verfolgen eure Reise mit großen Interesse. Wollen wir doch selbst in ein paar Jahren eine ähnliche Tour machen. Wir werden euch weiterhin im Web begleiten und wünschen Euch weiterhin alles Gute und schöne Erlebnisse auf der Tour. So richtig spannend wird es wohl erst ab Mexiko.

    Liebe Grüße von Ramona und Ronald aus Rostock!

  4. Bruce
    | Antworten

    Enjoying following your trip and the spectacular scenery. Enjoy the journey. Was just wondering what tyres ( tires ) and their size that you have on your VW.

    My wife and I are just doing a small outback trip in our T5 4Motion LWB at the moment and loving every minute of it.

    Thank you, Bruce , Australia.
    PS: Sorry I can’t speak German.

  5. Roland
    | Antworten

    Hallo Andrea und Jonas, super schöne Bilder, da macht es mich auch noch an, nach Kanada zu trampen. Danke für die Geburtstagskarte, ich habe mich darüber sehr gefreut. Machst weiterhin gut, bis bald, Roland und Mama

  6. Mona Lindenau
    | Antworten

    Hallo Frau staeheli wie geht es dir? Mir geht’s gut in der 4. Klasse.sie haben Mega coole Fotos!!! Mein neues Hobby ist Schlagzeug spielen und ich gehe im bluewonder in den Unterricht.ich wünsche Ihnen und Jonas noch viel Freude und schöne Erlebnisse Tschüss zäma bis bald liebe Grüsse Mona Lindenau😘😘

  7. Karlheinz
    | Antworten

    Hallo Andrea und Jonas. Eure Website gefällt mir sehr. Beim Fotografieren habt ihr mir voraus, dass ich ein Knipser bin und ihr Motivfindende.

    Liebe Grüße Karlheinz

  8. Thomas
    | Antworten

    Hallo ihr Zwei!

    Mit eurem Artikel werden Erinnerungen wach, denn 2015 haben wir fast die identische Route durch den Yukon nach Alaska genommen. Nicht mit einem Off-Road tauglichen VW Bus, sondern mit einem Dodge Grand Caravan, in den wir ein Bett gezimmert hatten.

    Wir sind damals 5 Tage durch den Tombstone gewandert und haben ihn geliebt. Leider war es noch etwas zu früh für die herbstliche Farbenpracht. Auf eure Fuchs-Begegnungen bin ich etwas neidisch auch wenn wir lustiger Weise am Two Moose Lake zwei Elche entdeckten.

    Lasst es euch gut gehen, genießt den Rest eurer Reise, viele Grüße

    Thomas

    • admin
      | Antworten

      Hallo Thomas

      Danke für eure Nachricht und schön, dass unser Bericht gute Erinnerungen in euch weckt.
      Uns hat der Yukon extrem gut gefallen, da würden wir sofort wieder hin. Wie bei euch war der Tombstone auch ein Highlight bei uns.
      Die Fuchsbegegnung hatte ja eine lustige Geschichte dahinter. Wir trafen zwei Reisende aus Vancouver, welche ein Huhn in ihrem VW Bus dabei hatten. Das Huhn haben sie mit einer Leine an einem Busch festgebunden. Die Füchse haben das Huhn gerochen und somit gab es die sonderbare Begegnung mit den Füchsen und dem Huhn. (Welches sie natürlich wieder in dem Bus einsperren mussten. =)

      Lieber Gruss
      Jonas und Andrea

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